Der jüngste Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Beamtenbesoldung vom 17.9.2025 hat einige methodische Neuerungen für die Feststellung eines Verdachts auf Unteralimentation gebracht. Der Beitrag analysiert diese aus ökonomischer Sicht im Hinblick auf ihre Tragfähigkeit und ihre Auswirkungen auf die zukünftige Besoldungsentwicklung. Zudem wird die Besoldung – korrespondierend mit dem Zeitraum der neuen Besoldungsindices ab 1996 - auch in einen längeren wirtschaftlichen Zusammenhang gestellt, der annehmen lässt, dass haushalterische Zwänge kaum die Ursache für ihr Zurückbleiben hinter den Tarifeinkommen des öffentlichen Dienstes und – in vielen Fällen – sogar des Verbraucherpreisindexes waren.